Wirtschaftsmediation, Mediation in Beteiligungsverfahren

Die Mediation ist ein eigenes Verfahren und hat als Verfahren einen besonderen Stellenwert durch die gesetzliche Grundlage: Das Mediationsgesetz regelt zukünftig in Deutschland die außergerichtliche Konfliktbeilegung. Das setzt entsprechend qualifizierte Mediatoren voraus. Zudem ist Mediation vorrangig Klärungshilfe und mündet in eine konkrete Ziel- oder Handlungsvereinbarung der Konfliktparteien. Gemäß Mediationsgesetz ist diese geschlossene Vereinbarung justitiabel.

Die Mediation kann Teil eines Gesamtprozesses im Rahmen einer Organisationsentwicklung oder ein notwendig gewordener Part eines Beteiligungsverfahrens z.B. bei Bauplanungen  sein. Häufiger Anlass für eine Mediation im Wirtschaftskontext ist ein festgefahrenes Team, ein hocheskalierter Konflikt mit gegenseitiger Blockade zwischen zwei Interessengruppen oder Betrieben - also schlicht eine Situation, in der nichts mehr zu gehen scheint. Der Fokus muss wieder in die Richtung Verhandlungsbereitschaft bewegt werden. Im Mediationsverfahren werden dazu von der Konfliktklärung bis zur Vereinbarung fünf Phasen durchlaufen. Der Prozess ist ergebnisoffen, die Mediatorin/der Mediator hat nicht die Rolle der Fachberaterin/des Fachberaters nne.

Die Durchführung eines Mediationsverfahrens ist daher auch nicht Bestandteil eines Beratungsvertrages für Strategie-/Organisationsentwicklung,  Moderationen oder gar Coaching. Soll ein Mediationsverfahren zum Einsatz kommen, wird hierzu ein eigener Vertrag abgeschlossen. Es kann sinnvoll sein, mehrere Mediatoren in den Prozess einzubinden. Doch diese Frage wie auch diejenige, ob überhaupt ein Mediationsverfahren im konkreten Fall die geeignete Methode der Wahl ist, muss in einem Erstgespräch geklärt werden. Das Erstgespräch ist daher ausführlich und wird in Rechnung gestellt. Erste Informationen zum Mediationsverfahren selbst sind hingegen bei Kontaktaufnahme kostenfrei.